Umweltstrafrecht

So wie es schwer fällt, den Begriff „Umwelt“ einer umfassenden Definition zuzuführen, bereitet auch das Vorhaben Schwierigkeiten, die dem Umweltstrafrecht zuzurechnenden Vorschriften abschließend abzugrenzen. Der Kern der umweltstrafrechtlichen Tatbestände findet sich im 29. Abschnitt des Strafgesetzbuches (StGB) unter der Überschrift „Straftaten gegen die Umwelt“. Unter Strafe gestellt sind nach den §§ 324 bis 330d StGB etwa die gravierende Verunreinigung eines der Umweltmedien Wasser, Luft und Boden, der unerlaubte Umgang mit gefährlichen Abfällen, das unerlaubte Betreiben von Anlagen und die Gefährdung schutzbedürftiger Gebiete. Zahlreiche weitere Tatbestände sind in Spezialgesetzen, wie z. B. dem Chemikaliengesetz (ChemG) oder dem Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) enthalten.

Charakteristisch für Vorschriften des Umweltstrafrechts ist ihr Rekurs auf das Umweltverwaltungsrecht. Der Jurist spricht insoweit von der Verwaltungsakzessorietät des Umweltstrafrechts. Erst im Zusammenspiel mit der Normen des Verwaltungsrechts, die mittel- oder unmittelbar den Schutz des Menschen, seiner Besitzstände, der Flora oder der Fauna vor Schäden durch die Nutzung der natürlichen Ressourcen zu schützen suchen, erhalten viele umweltstrafrechtliche Tatbestände ihre Kontur. So ist beispielsweise eine nachteilige Gewässerveränderung nur dann strafbar, wenn die Verunreinigung des Gewässers ohne Befugnis erfolgte. Ob eine ausreichende Befugnis vorlag, ist anhand des Wasserrechts zu prüfen.

Sie sehen sich mit dem Vorwurf konfrontiert, eine Umweltstraftat begangen zu haben? Wir stehen Ihnen zur Seite. Als Kanzlei, die einen Tätigkeitsschwerpunkt im Umweltverwaltungsrecht aufweist, sind wir prädestiniert dafür, Ihre Verteidigung zu übernehmen. Wir prüfen, ob Ihnen ein Verstoß gegen eine umweltrechtliche Vorschriften nachgewiesen werden kann und vertreten Ihre Interessen gegenüber der Staatsanwaltschaft und vor den Strafgerichten.